Pressearbeit

Profis erklären, wie man es richtig macht

Im Experteninterview: Barbara Duras (vom Wirtschaftsmagazin Forbes) und Doris Lind (selbstständige Literaturmanagerin, Texterin und Texttrainerin), Text: Renate Jantschitsch, Matea Acimovic, Korrektorat: Dr. Karin Gilmore, Art Direction: Lisa Taurer

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Egal ob Start-up oder etabliertes Unternehmen, gut gemachte Pressearbeit kann sehr viele Türen öffnen. Tagtäglich halten Menschen Zeitungen oder Magazine in der Hand, lesen oft die wunderbarsten Berichte über Firmen und deren geniale Ideen. In vielen Köpfen ist das Denken vorhanden, dass man selbst noch nicht so weit ist, um von den Medien wahrgenommen zu werden.

Viele Start-ups halten ihre Ideen auch oft im geheimen Nähkästchen und verpassen so die Gelegenheit, ein erstes Feedback ihrer Zielgruppe zu erhalten, indem sie sich von selbst an die Presse wenden. Medien kommen selten von sich aus auf Firmen zu. Deshalb ist es clever, hier gute Vorarbeit zu leisten, und dafür braucht es nicht einmal eine eigene Presseabteilung.

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Tipps zum Schreiben einer Pressearbeit

Achtet darauf, eher kurze Sätze zu formulieren, damit man am Ende noch weiß, worum es am Anfang gegangen ist. Die Kunst der meterlangen Sätze passt eher in einen Roman als in das Massenmedium Zeitschrift. Überlegt Euch, wer Eure Zielgruppe ist, wie diese redet und kommuniziert, dann finden sich die Worte ganz von allein. Versucht, auf Fremdwörter oder Fachausdrücke zu verzichten.

Je einfacher der Text gestrickt ist, desto leichter ist er lesbar und für alle sofort verständlich. Speziell bei Start-ups geht es in erster Linie um die Unternehmenspräsentation. Deshalb solltet Ihr im Pressetext Eure Besonderheiten herausheben, die Euch von anderen unterscheiden (USP genannt), aber alles kurz und markant formuliert. Gerne sehen Redakteure Zitate oder Referenzen im Text. Oft ist es sehr hilfreich, sich Zeitschriften anzusehen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie diese Texte und Artikel aufbereiten. Speziell bei Tageszeitungen nimmt man Journalisten oft viel Arbeit ab, wenn man alles schon entsprechend dem jeweiligen Zeitungsstil vorbereitet.

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Das Buch „Texten wie ein Profi“ vom Autor Hans Peter Förster umfasst 260 Seiten und erklärt sehr schön, wie man Texte an seine Zielgruppen anpassen kann. Doris Lind fasst für Euch das Buch im folgenden Video zusammen.

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Wer ist meine
Zielgruppe?

Presseverteiler, die richtigen Journalisten finden

Zunächst müsst Ihr wissen, welche Zielgruppe Ihr ansprechen wollt. Sucht nach Zeitschriften, die für diese Menschen interessant sein könnten. Für einen besseren Überblick lohnt sich der Besuch einer Trafik bzw. eines gut gefüllten Magazinstands. Beim Versenden der Presseaussendung per Mail achtet darauf, einen aussagekräftigen Betreff zu wählen, der klar beschreibt, worum es geht, und bindet in die Mail auch den Nutzen für den Leser ein, damit der Journalist den Mehrwert schnell erkennt. Den Pressetext könnt Ihr als Word-Datei oder PDF verschicken. Die Fotos könnt Ihr zwar auch an die Mail anhängen, da aber nicht immer bekannt ist, wie groß die Mailbox ist, ist es ratsamer, mit Downloadlinks, FTP-Servern, Dropbox oder der eigenen Website zu arbeiten, um die Mailgröße zu entlasten.

Sucht den persönlichen Kontakt mit den richtigen Journalisten, idealerweise bereits vor der Aussendung. Dann haben sie Euren Namen schon mal im Kopf. Wenn Ihr es schafft, in Folge den persönlichen Kontakt zum Journalisten/Redakteur zu pflegen, habt Ihr einen interessanten Netzwerkpartner gewonnen und könnt ihn dann zu eigenen Veranstaltungen oder Messeauftritten einladen, wo er dann wieder Material für neue Artikel erhält. Selbstverständlich gibt es bereits kostenpflichtige Alternativen, die Euch sämtliche Kontaktdaten inkl. richtiger Journalisten oder Redakteure ausgeben und das Versenden der vorbereiteten PA vereinfachen.

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AUSTRIA
PRESSE AGENTUR
(APA)

Die Austrian Presse Agentur, kurz APA, ist der führende Informationsdienstleister in Sachen Echtzeit-Nachrichtendienst. Zwölf heimische Tageszeitungen sowie der ORF sind die Eigentümer.

Mit OTS (Original Text Service) bietet die Austrian Presse Agentur einen bezahlten Dienst zur Nachrichtenverbreitung im In- und Ausland an.
 

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PRESSEHANDBUCH &
STEIRISCHES
MEDIENVERZEICHNIS

Vom Verband Österreichischer Zeitungen wird jährlich ein umfassendes Werk herausgebracht, welches sämtliche österreichische Medien, Journalistenkontakte, bereits nach Themen, sowie Anzeigentarife auflistet – erhältlich in Printversion und als Online-Zugang. Eine Auflistung aller steirischen Medien und Kontaktstellen zu öffentlichen Institutionen findet Ihr hier:

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Was sind redaktionelle Beiträge?
Wozu dient eine Presseaussendung?

Jeder kennt diverse geschaltete Werbeanzeigen. Eine Firma gestaltet ein aufwendiges Inserat auf ganzer Magazinseite. Schaut supertoll aus, kostet aber auch eine Lawine. Gefühlte 1.000 Mal gesehen wird die Anzeige dann wahrscheinlich auch oft gar nicht mehr richtig wahrgenommen. Für den Leser der Zeitschrift bietet sie keinen Mehrwert mehr. Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, sich zu präsentieren: redaktionelle Beiträge. Überlegt Euch interessante Geschichten, die die Leser/Hörer/Zuschauer des jeweiligen Mediums interessieren – selbstverständlich keine Fantasiegeschichten, sondern mit Eurer Firma zusammenhängend.

Die Menschen erzählen gute Geschichten auch weiter und werden so zu Multiplikatoren für den Bekanntheitsgrad Eures Unternehmens. Genau dafür werden Presseaussendungen gemacht, denn so gelangen Eure Geschichten in die Redaktionen. Die Journalisten gestalten daraus redaktionelle Beiträge. Ihr unterstützt sie mit interessanten Beiträgen für ihre Leser und heraus kommt eine coole Imagewerbung für Euer Unternehmen. In unserem Fall könnten wir zum Beispiel die beiden Themen Alleinerzieherin und Unternehmensgründung kombinieren. Warum?

Unsere Gründerin Matea, selbst Mutter eines Vierjährigen und alleinerziehend, machte eben noch schnell zwei Studienabschlüsse und gründete in zwei Monaten zwei Firmen, und das neben ihrer langjährigen und immer noch gerne gemachten Tätigkeit als Mode- und Kunstfotografin. Wie gelingt der Spagat im Alltag zwischen 60-Stunden-Arbeitswoche und fürsorglicher Mutter? Was erlebt sie für Reaktionen auf ihr Tun? Wie geht sie damit um? Warum hat sie sich trotzdem gerade jetzt dazu entschlossen, den Weg des Gründens zu gehen? Ihr merkt, in erster Linie geht es um Matea als Frau, aber es wird auch ihre Arbeit präsentiert und so die Firma publik gemacht.

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Legt euch einen Pressespiegel
für euer Unternehmen an.

Das heißt, Ihr sammelt sämtliche Berichte, die über Eure Firma in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Medien erscheinen. So verschafft Ihr Euch auch gleichzeitig einen Überblick, wie sich Euer Unternehmen in der Öffentlichkeit darstellt, und Ihr könnt diese auch über Eure Social-Media-Kanäle verbreiten.